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-16kg in 7 Wochen – 5 Dinge die sich in meinem Kopf verändert haben.

In meinem Kopf beginnen sich Dinge neu zu ordnen und Prioritäten verschieben sich.

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Es ist jetzt fast 7 Wochen her seit ich das letzte Mal feste Nahrung zu mir genommen habe. Die Effekte sind mittlerweile deutlich sichtbar. Mehr als 16kg gehen auf der Waage mittlerweile ab. Gut so, es sind nämlich noch 24kg zu verlieren. Komme. Was. Wolle.

 

Zur äußerlichen Veränderung kommen mittlerweile erste zarte Pflänzchen der Einsicht und Erkenntnis und damit auch innere Veränderung. Und die hatte ich in dieser Weise so nicht erwartet.

leben in balance

1. es geht um Me-Time nicht ums Fast-Food

In der Vergangenheit bin ich viel beim Schachtelwirten (für die Bundesdeutschen hier: die Fast Food Kette mit dem güldenen M) eingekehrt.  Selbstverständlich gabs dann Gönnung. Allerdings ist mir mittlerweile – auch aus Ermangelung an Möglichkeiten dessen was ich im Transfette-Tempel aktuell konsumieren könnte – klar geworden wie viel Gewohnheit ich da aufgebaut hatte. Vorzüglich auf Autobahnfahrten war das weithin sichtbare „M“ der unübersehbare Vorbote einer wohlverdienten Pause. Nämlich üblicherweise wenn ich mich von einem anstrengenden Seminar oder einem fordernden Geschäftstermin erholen wollte, auf dessen Rückreise ich mich gerade befand. Seien wir uns ehrlich, der Chemie-Fraß schmeckt ja auch gar nicht, wenn man wirklich mal ehrlich hinschmeckt. Die Konsistenzen in Wirklichkeit furchtbar, der Eigengeschmack ja eh. Da helfen auch keine Gütesiegel und Fotos von vor Freude jauchzenden Kühen auf Alm-Wellness die demnächst freiwillig dem Schlachter ins Bolzenschussgerät laufen um deren Lebenssinn als Burger-Pattie beim Fast-Food Riesen zu erfüllen.

Hielt mich natürlich über Jahre nicht davon ab, regelmäßig und reichlich zu konsumieren. Jetzt, wo ich aber auf 5 Sackerl Diätshake am Tag zurückgeworfen bin wird mir klar: es ging um die Pause. Die 30 bis 45 Minuten me-Time die ich haben wollte bevor es zuhause nachwuchstechnisch wieder turbulent zugeht und vielleicht zum Schluss sogar noch meine Frau mit mir reden will. Und dafür sind die Filialen halt perfekt: verkehrstechnisch idealst gelegen, es geht gschwind, für mich war mit dem fetten E-Nummern-Essen auch Belohnung verbunden und meist ist auch das Ambiente besser als beim durchschnittlichen Tankstellen-Bistro entlang der Autobahn. Also Notiz an mich: entweder die Konsumation auf das kalorienarme Kaffee-Angebot dort beschränken oder eine Alternative zum Cholesterin-Clown-Zuhause suchen.

2. Das Geheimnis liegt in der Struktur

Keine wirkliche Änderung, aber ein Bewusstwerden hat eingeschlagen, wenn es um das Thema Struktur geht. Die Sackerl sind easy. Eins in der Früh, zwei zu Mittag, zwei am Abend. Fertig. Supergut planbar … und wir allen wissen wie sehr ich es mag zu planen. Wär auch gut für jemanden dessen Kerngeschäft „Strategie“ ist. In 5 Wochen beginnt dann die 8wöchige Umstellung auf „normales“ Essen, was die Variantenvielfalt dann dramatisch erhöhen wird. Allerdings auch das Kalorien zählen in mein Leben (zurück)bringen wird. Ich hab zwar Respekt vor dieser Phase, freu mich aber, dass ich aktuell die feste Überzeugung (da aktuell realitätsbewiesen) in mir trage, dass ich Strukturen gut einhalten kann. Sprich Ernährungspläne, Erkenntnisse über meinen Bedarf an Eiweiß, Kohlehydraten & Co. werden mir helfen eine ähnliche Struktur wie bei den Sackerln aufzubauen. Dann halt mit mehr als 5 Geschmacksrichtungen – korrekterweise wären es 6, aber bei der Tomatensuppe hätte ich mich fast angespieben. Also verweigere ich die Existenz dieses Kapitalverbrechens wider jede Geschmacksknospe anzuerkennen und verurteile die Herstellung dieses „Nahrungsmittels“ aufs Schärfste.

face to face daniel friesenecker 16kg abgenommen
leben in balance

3. Umsetzung und Durchhalte-willen

Ich bin im Moment auch furchtbar stolz auf mein Durchhaltevermögen. 7 Wochen nix essen, Oida! Hätt es mir zwar ärger vorgestellt, aber wer kann das schon von sich behaupten. Gut, wer hat das auch Not. Ich zieh das durch, gegen alle Unkenrufe … immer wieder hallt mir das schwiegerelterliche „ein bissl mehr Bewegung und das geht schon“ durchs Hirn. Offensichtlich ist es nämlich nicht gegangen, sonst wär ich nicht XXXL-blad gewesen (übrigens aktuell bewegen wir uns stramm auf XL und damit kleidungsauswahltechnisch auf die volle Breite des Angebots zu – auch ein Zeitl her). Aber was heißt das für mein restliches Leben? Wenn ich so einen radikalen Ansatz durchzieh, warum sollte das nicht auf im Business klappen? Momant mal! Kann es sein, dass tatsächlich Umsetzung und Durchhaltewillen zu Erfolg führen könnten? Wir müssen das dringend den anderen erzählen! Oh, wait …

… und plötzlich gehört Sport zum Alltag

Sportpartner der die Goschn hält gesucht

4. Kontrolle hilft dran zu bleiben

Ich muss einmal wöchentlich einen Befindlichkeitsfragebogen ausfüllen. In dem wird unter anderem auch abgefragt wie oft und wie lange ich mich bewegen war. Kein Hund, respektive meine Ärztin und Diätologin, kann kontrollieren ob ich da vielleicht ein bissl geschwanert hab. Wär halt angrennt wenn nich das tun würde, aber es ginge, wenn man wollte. Ich merke wie diese Art der Kontrolle mir hilft meine Bewegungseinheiten tätsächlich zu machen. Einmal pro Woche fragt mich wer mit erwartungsvollem Blick: „Uuuuuuuuuund? Bewegung?“ und ich werd mir fix nicht die Blöße geben und unter dem empfohlenen Pensum bleiben. Was ja auch ungefähr gleich angrennt wie schwanern wäre. 

Für die Zukunft heißt das, ich brauch irgendwie einen Trainingsbuddy oder einen Verein. Was sich beides als nächste notwendige Veränderung darstellen muss. Weil ich bin bekanntermaßen ein Intro: Vereinsmeierei nervt mich ziemlich schnell und beim Sport freu ich mich über Me-Time, da wär ein Konversation suchender Trainingspartner auch eher minder konstruktiv. Naja, mal schauen wie ich die Nummer gewuppt krieg. Wenn also wer mit mir dickentaugliche Bewegung machen will und dabei die Goschn hält: freu mich von dir zu hören.

deine scheiß Jammerei interessiert keine Sau

5. Die Sache mit der EIGENverantwortung

Und dann ist da die Sache mit der Selbstverantwortung. Ich verabscheue mittlerweile – Ja wirklich! Es ist fast der gleiche Speibreflex wie bei der Diät-Tomatensuppe. – Leute die die Verantwortung für sich selbst angeben möchten und die Gründe für deren Probleme bei Anderen und äußeren Faktoren suchen. Vom Wetter, über Menschen bis hin zur eigenen Vergangenheit. Das führt aktuell (und das ist tatsächlich neu – weil genervt haben mich die Pfeifen eh schon immer) soweit, dass ich mich in Gesprächen von einer Sekunde auf die andere ausklinke und auf Durchzug schalte, wenn jemand in den Suder-Kanon einstimmt oder (sofern möglich) auch wortlos räumliche Distanz suche. Das ist möglicherweise sozial nicht die förderlichste Verhaltensweise, aber die, die mir am Besten tut. Und hey, das ist für mich das Wichtigste, ich scheiß auf die Jammerei. Weil wie sollte mich sudern auch nur irgendwie weiter bringen. Frei nach Ralf Senftleben: „liegt es nicht in deinem Wirkungsbereich, brauchst du dich nicht damit beschäftigen, sonst drehst du durch“. 

Die letzten 7 Wochen haben mir unmissverständlich gezeigt, dass nur die eigene Aktivität, das eigene Tun, das eigene Wollen zur Veränderung führt. Auch hier ziehe ich Dinge jetzt schneller durch ohne mich umzuschauen wer da irgendwie noch auf den Plan treten könnte. Passts für mich, wirds gemacht.

Auch meine Vergangenheit hatte zu weiten Teilen Scheiße am Schuh. Zu meinem tiefsten Bedauern haben sich da viele Dinge auch nicht einfach so in Wohlgefallen aufgelöst und es gibt einige ehemals nahestehende Menschen die sich in ihrem Leben keinen Empathie-Preis mehr abholen werden. Gut bei zumindest einer Person geht das aus Gründen der aktuell fortgeschrittenen biologischen Verwertung der sterblichen Überreste gar nimmer. Aber dazu vielleicht später mal mehr. Die haben schon gut mitgeholfen, dass da viel gschissen gelaufen ist, nur lösen werdens mir das nicht. Dass es mir gut geht liegt nämlich in meiner Verantwortung. So ist es mit dem Abnehmen, mit den Phasen an Ausgleich die ich als Selbstständiger brauche und die selbst geschaffenen Rahmenbedingungen damit ein gelungenes Leben mit meiner Frau und meinem Sohn gelingen kann. 

2 Kommentare

  1. manfred

    gratuliere Daniel!

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