Ben Schulz: „Wenn ich bestimmte Signale meines Körpers oder meiner Seele ignoriere ist das unterlassene Hilfeleistung.“ | GAL006

Ben Schulz über persönliche Tiefpunkte und wie er daraus für sein Leben gewonnen hat.

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Wie Tiefpunkte im Leben Veränderung auslösen

 

Ben Schulz ist Personal Branding Experte und hat in seinem Leben einiges erlebt. Eine Fast-Pleite, eine Scheidung, einen Autounfall der sein Leben nachhaltig geprägt hat. Was er daraus gezogen hat und wie ihm diese Erlebnisse dabei geholfen haben ein besseres Verständnis für sich selbst zu schaffen, das erzählt er in dieser Episode.

Automatisiertes Transkript

[0:00] Das heißt, wenn ich bestimmte Signale von meinem Körper oder Signale von meiner Seele, von meiner Psyche wahrnehme und ich die ignoriere.
Dann ist das natürlich eine, ich will’s mal vorsichtig formulieren, ne, eine unterlassene Hilfeleistung, die ich dann tue. Und das ist eine bewusste Entscheidung. Also das heißt,
Ich habe das schon gemerkt. Ich habe gemerkt, dass ich äh ob das meine Emotionen waren. Ich habe gemerkt, ob das mein Energiehaushalt war. Äh ich habe gemerkt, äh dass ich eigentlich den ganzen Tag nur müde war
Äh ich habe gemerkt, dass ich äh auf einmal nervösen Magen gekriegt habe mit Magenschmerzen zu tun hatte et cetera PP. Das habe ich erst gemerkt.

[0:43] Hallo beim Getting Alive Podcast, dein Podcast für eine Reise zu einem ausgeglichenen Leben. Hier ist dein Reisebegleiter, Daniel Friesenecker.
Hallo und servus zu dieser Ausgabe des Gettinger Live-Podcast. Freue mich sehr, dass du wieder da bist und wen du da gerade gehört hast. Das ist der Ben Schulz.
Mensch Schulz äh ist hauptsächlich unterwegs mit dem Thema Personal Branding und Unternehmer.
Dabei sich äh zu präsentieren, Werte zu entwickeln, Geschichten zu erzählen und das Ganze natürlich dann auch äh in einer Kommunikation nach draußen zu bringen.
Aber das deswegen habe ich ihn gar nicht im Podcast.

[1:32] Der Ben erzählt auf seinem sehr empfehlenswerten YouTube-Channel, den ich auch im Interview ein paar Mal erwähne. Ähm.
Recht eindrücklich auch über die Tiefpunkte in seinem Leben und Wasser draus gelernt hat, was er mitgenommen hat.
Und vor allem, wie sie ihm auch heute helfen. Und auf mich wirkt er so, als hätte er aus all diesen Dingen was mitgenommen äh.

[1:57] Dass ich einfach äh für Erzählenswert und Mehrwertstiftend halte und drum war’s mir ein großes Anliegen, dass er zu mir in den Podcast kommt. Freut mich auch, dass er der Einladung gefolgt ist.
Will ich gar nicht mehr zu viel einleiten und wünsche euch viele Erkenntnisse im Gespräch.

[2:14] Music.

[2:21] Ich habe heute den Ben Schulz bei mir zu Gast, äh was er nicht weiß, ist, dass er äh ganz wesentlich äh mich beeinflusst hat so im letzten Dreivierteljahr bis Jahr.
Und umso schöner ist, dass wir uns jetzt auf diesem Wege auch treffen können. Hallo Ben. Hi, hallo, danke, dass ich hier sein darf. Ähm
wenn ich so ein bisschen zusammenfasse, dann bist du Unternehmer, Coach, Autor, Vater, Ehemann, äh welche Rollen fühlst du sonst noch so aus?

[2:52] Äh das sind ja nicht grad wenig Rollen, ne? Also äh Unternehmer seien ja die Rolle, die darf ich jetzt seit gut 20 Jahren haben. Ähm ich
bin sehr früh Papa geworden, also mein ältester Sohn ist äh jetzt neunzehn, er macht gerade sein Abitur und ähm,
ja eigentlich auch noch nicht so alt, ne. Ich werde dieses Jahr 43. obwohl ich mich manchmal, wenn ich mir die heutige Zeit angucke ähm mich schon zum alten Eisen fast zähle und fühle äh und ja, es gab viele viele Dinge in unterschiedlichsten Rollen. Ähm ich sage immer, ich bin
glücklich das erste Mal geschieden und äh das war so Generalprobe und äh bin auch wieder gut das zweite Mal verheiratet äh und lebe in einer Patchworkfamilie heute mit sechs Kindern zwischen vierzehn und vierundzwanzig ähm,
und als Unternehmerfamilie und ähm
ist es sowieso sehr herausfordernd, mit Dingen umzugehen und dann, und das ist sicherlich was, äh was auch mich sehr geprägt hat im Leben. Äh ich komme aus einer
äh Pfarrers Pastorenfamilie äh ist auch natürlich auch nicht von ganz ungefähr ähm und das ist so mein Leben, es war nie langweilig und äh ja.

[4:03] Gibt viele Rollen
den Eindruck könnte man auch gewinnen, wenn man dann deinen großartigen YouTube-Channel folgt, äh wo ja ganz viel äh auch auch vorkommt und wenn ich
dich so beobachte und äh auch so die Dinge sehe, ähm die die du so machst, dann
ist Arbeit ein wesentlicher Bestandteil deines Lebens. Du hast es gerade gesagt, Patchwork-Familie mit vielen, vielen Mitgliedern, das heißt auch Familie spricht äh äh also
nimmt einen großen Teil deines Lebens ein und jetzt gibt’s diesen Begriff der Work-Life-Balance. Kannst du damit was anfangen?

[4:39] Den Unterschied zwischen Work und Live? Also Work-Life-Balance ist für mich äh spätestens jetzt seit zweieinhalb Jahren tot. Das gibt’s nicht mehr
Ähm ich sage mal als äh das ganze Thema Corona um die Ecke kam mit Lockdown et cetera PP und arbeiten in Remote stattgefunden hat. Haben auf einmal festgestellt, dass mit Work-Life-Balance gar nicht mehr so einfach ist und das lässt sich gar nicht mehr trennen. Ich glaube, dass bei Selbstständigen und Unternehmer
können das sowieso nicht trennen, weil die sind eh irgendwie vierundzwanzig sieben irgendwie auch mit diesen Themen beschäftigt und die haben zwar einen Rollenwechsel äh innerhalb des Alltags, aber da spielen diese Dinge doch irgendwie alle eine Rolle und.

[5:21] Ich glaube, dass Work-Life-Balance äh abgelöst wird, ähm abgelöst von einem neuen Begriff, der für mich Selfcare heißt
Mhm. Ähm Selfcare ist leider so in den letzten Jahren so ein bisschen so verrucht geworden, weil man immer nur dachte, es ist so in so einer Yoga-Ecke oder äh man sieht dann bei Insta irgendwie die Champagnergläser am
Pool, wo man sagt, man hat jetzt grad Selfcare-Time. Das ist nicht Selfcare. Ähm viele
haben auch Selfcare in so einer Mindfulness Achtsamkeitsecke auch nur gesehen. Ähm auch das ist es lange nicht. Selfcare hat einen wirklichen ganzheitlichen Ansatz und ich glaube, dass Selfcare auf allen Ebenen, die uns das beschäftigt,
ähm das sein wird, was in Zukunft dem Menschen
Egal wo er arbeitet und egal welche Rolle er hat, ähm Stabilität gibt. Ähm.

[6:13] Äh Willensstärke und und Resilienz schenkt, so will ich’s mal nennen. Mhm. Ähm und äh das Blöde ist, wir wir haben das alle nicht gelernt. Äh und ähm gerade in den herausfordernden Zeiten, gerade in der letzten Monate und in den letzten,
zweieinhalb Jahre stellen wir fest ähm und Resilienz ähm ähm ist ganz schön unter die Räder gekommen.

[6:36] Wie wie hastest du gelernt
Ähm ich habe das gelernt ähm und es gibt ja Menschen, ich sage immer, es gibt Menschen, äh die brauchen aufgrund ihrer Persönlichkeit den sogenannten Dachlattenmann.
Da kommt das Leben vorbei als Dachlattenmann und haut ihr eine runter.
Und da gibt’s andere Menschen, die haben Frühwarnsignale, die die erleben oder die merken, wenn Stress passiert, viel, viel früher
äh als wie andere das tun und ich gehöre sicherlich zu der Fraktion, ich brauche ein bis zwei Dachlatten-Männer
und das habe ich auch in meinem Leben gehabt ähm und auch sehr, sehr früh. Äh ich bin ja sehr früh jetzt wie gesagt Unternehmer geworden
und ähm viel durchs äh lernen, also einfach so ein paar Eckpunkte bei mir. Ich habe ähm durch eine unternehmerische Fehlentscheidung gerade so in den ersten drei Jahren ähm
stand ich kurz vor der Pleite, äh hatte aber 5zehn Mitarbeiter, das war schon echt ein Schock. Da rauszukommen, sich da rauszuarbeiten. Ähm
Dann habe ich’s maßlos übertrieben mit Arbeit, äh weil ne, man hat ja wieder an der Existenz arbeiten müssen und und und
wenn man eine Ehe um die Ohren geflogen, ich habe so Situationen gehabt ähm mit
habe mich im Rettungswagen wiedergefunden mit Verdacht auf Herzinfarkt. Ähm äh eine Nacht äh auf der Intensivstation gelegen äh äh und Check-ups gehabt ähm
äh durch eine Scheidung durchgelaufen. Ähm ich habe selber einen Erschöpfungszustand gehabt, wo ich echt morgens vor der.

[8:05] Spülmaschine gestanden habe und ich habe die nicht mehr ausräumen können. Also es war wirklich ich war durch
und habe dann mit einer sehr mit einem sehr guten Coaching und harten Arbeit ähm gelernt, was es wieder heißt ähm stabile Routinen zu bekommen im Alltag äh und Resilienz wieder aufzubauen, auch,
gut auf den Körper zu hören. Ähm.

[8:30] Viele andere Themen mehr, die da einfach in den Jahren gekommen sind. Ich glaube, ich habe viel übers Erleben und übers Durchleben durchgemacht. Ähm deswegen glaube ich heute, dass ähm
dass er auch Teil meiner Arbeit heute, wenn ich mit Unternehmern, vor allen Dingen, viel arbeite. Ich kann viel ausm Nähkästchen erzählen und kann sehr empathisch manche Dinge nachvollziehen, weil ich sie kenne.
Also weil ich sie selber
in ähnlicher Form auch nachvollziehen kann. Wie hat man sich gefühlt in so einer Zeit und was braucht’s eigentlich, um da auch wieder rauszukommen? Das habe ich durchlebt. Also ich kenne das nicht aus dem Lehrbuch, sondern äh wirklich durch die Erfahrung, durch das Erleben dieser unterschiedlichen Dinge.
Ähm jetzt äh habe ich’s ja auch bei mir im Blog und Podcast ähm immer wieder erwähnt. Ich hatte letztes Jahr selbst mit einer Depression zu kämpfen.
Und weiß daher, dass es jetzt nicht so leicht ist, dann irgendwo sich dann auch.
Darüber klar zu werden, okay, ich bin jetzt an einem Punkt, da da muss ich jetzt was ändern, da muss ich mir jetzt auch Hilfe holen, weil äh gefüllt ist es wahrscheinlich drei Jahre davor schon äh die ganze Zeit so
so gewesen, äh dass eigentlich Hilfe notwendig gewesen wäre. Ähm.
Ich hab’s halt nicht wahrnehmen wollen, hab’s vielleicht auch nicht bemerkt. Ähm was was war’s bei dir, dass du
gesagt hast, okay jetzt gehe ich ins Coaching oder jetzt muss ich da was ändern oder da passt irgendwie was in meiner meiner Sicht auf die Dinge grad nicht und es tut mir nicht gut.

[9:57] Na, das Verrückte ist, ähm.

[10:02] Immer wieder, dass äh Menschen sagen, na ja, ich habe das vielleicht gar nicht wahrgenommen oder und und. Das Verrückte ist, dass wir alle im Leben diese Frühwarnsignale.
Ampelsysteme schon wahrnehmen. Ich möcht’s mal anders formulieren ähm die meisten wollen sie nicht wahrnehmen. Also wir reden eigentlich übers Ignorieren.
Mhm. Und das ist natürlich auch eine bewusste Entscheidung. Das heißt, wenn ich bestimmte Signale von meinem Körper oder Signale von meiner Seele, von meiner Psyche wahrnehme und ich die ignoriere.
Dann ist das natürlich eine vorsichtig formulieren, ne, eine unterlassene Hilfeleistung, die ich dann tue. Und das ist eine bewusste Entscheidung. Also das heißt,
Ich habe das schon gemerkt. Ich habe gemerkt, dass ich äh ob das meine Emotionen waren. Ich habe gemerkt, ob das mein Energiehaushalt war. Äh ich habe gemerkt, äh dass ich eigentlich den ganzen Tag nur müde war
Äh ich habe gemerkt, dass ich äh auf einmal nervösen Magen gekriegt habe mit Magenschmerzen zu tun hatte et cetera PP. Das habe ich erst gemerkt. Es war alles da.
Mhm. Ähm uns äh das Problem ist sehr oft, dass man äh oft darüber hinweg geht und sagt, na das wird schon wieder.

[11:13] Das ist das so eine Woche da kommt nächste Woche wird’s besser. Nächsten Monat, jetzt ist ja bald Urlaub in drei Wochen und danach wird’s besser
ne, so also man hangelt sich immer so und und und. Und wenn man dann vor allen Dingen Signale von außen kriegt von Menschen, die einen beobachten, also sowas wie hey Ben, was denkst du? Meinst du nicht, du müsstest mal drei Gänge zurückschalten oder ich nehme wahr. Das ist im Regelfall,
kommt sofort die Reaktion, du ich habe alles im Griff.

[11:36] Alles gut, mach dir keine Sorgen, geht schon. Und wenn ich das mache, ist das für mich eigentlich schon eine der wichtigsten Frühwarnsignale. Ähm
auch beim Menschen zu erkennen, die eigentlich schon über eine Grenze gelaufen sind.
Die sagen nämlich sowas. Ähm weil das Thema ist es reflektierens, des ehrlichen Reflektierens oftmals nicht passiert. Und es kann sein, dass es dann einfach.
Einen Knall brauche und ich sage mal, das Problem ist, wir Menschen haben in unserer Persönlichkeit, ich benenne das immer so, wir haben in unserem Betriebssystem eine Fehlkudierung.

[12:09] Die Fedierung ist, dass wir immer nur dann lernen und veränderungsbereit sind, wenn wir bis zum Hals in der Scheiße stecken.
Das ist eine Fehlkudierung, weil wenn es uns gut geht oder wir denken, dass es uns gut geht, gibt’s keinen Grund, etwas zu verändern oder zu hinterfragen.
Das heißt.

[12:31] Die meisten von uns lernen immer nur durch Auer. Die lernen dadurch, dass erst etwas passieren muss oder dass der Körper dann mal ganz kurz einen Finger hebt und sagt, Moment.
Und zum Beispiel die Situation, die ich hatte äh mit dem, dass ich im Rettungswagen gelegen habe mit Verdacht auf Herzinfarkt. Das ist äh der es war mit Anfang dreißig. Ähm da sagte mir der Chefarzt zu mir, Herr Schulz, das war eine Generalprobe. Wenn sie älter gewesen wären, hätten sie einen gehabt.
Aber ich hatte alle Symptome eines Herzinfarkts. Und.
Das hat mir schon sehr zu denken gegeben, wo ich gemerkt habe, hier Ben, hier läuft was völlig aus dem Ruder. Äh und ich kann mich erinnern, in der Nacht, wo ich in der Klinik lag. Ich habe
ein paar Entscheidungen getroffen, wo ich gesagt habe, das werde ich sofort ändern. Das geht so nicht. Hier ist jetzt ein Schlusspunkt, ein Wendepunkt, ja. Ähm und äh ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Aspekt ähm.
Was wir lernen müssen, offen zu sein und die Dinge wahrzunehmen, die bei uns passieren äh und ab und zu mal so, ich nenne das mal eine Zäsur zulassen, ne, das Wort Zäsur kommt ja aus der Musik, das ist eine Pause, eine Zäsur zulassen, um zu sagen, hör mal,
Gerade mal reflektieren, was läuft denn hier eigentlich? Also wie bin ich denn eigentlich auf Kurs? Oder so eine ganz simple Frage auf einer Skala von 0 bis zehn
Wie ist denn überhaupt so gerade mein Energieakku? Wo steht denn der gerade? Und wenn ich mir das schon beantworten soll, oh, der ist gerade auf einer Drei.

[13:58] Oder der ist vielleicht schon im roten Bereich ähm dann gibt mir das ein Signal, darüber nachzudenken, ich kann jetzt so weitermachen.

[14:07] Blöd ist, wir machen das sehr oft ähm oder es gibt mir die Möglichkeit zu sagen, okay ich nehme das sehr ernst.

[14:14] Und ich verändere was und ähm äh das ist etwas, wir lernen einfach nur äh so und das meine ich mit äh da ist manchmal so ein so eine Fehlcodierung in unserem Betriebssystem von Identität sehr oft als Menschen, ne, weil wir das einfach nur oftmals nur so ticken
oder viele von uns.

[14:31] Ich habe es in den letzten Jahren äh mich ja mit diesen ganzen Coaching und Selbstcoachingthemen und auch Achtsamkeit und all die die Begriffe, die halt äh zu dem Thema so unterwegs sind, viel auseinandergesetzt.
Bin dann auch in eine Ausbildung geraten, wo wir eine Trainerin hatten
die ja so am Rande der Esoterik unterwegs war, äh was äh für mich ehrlich gesagt nicht immer ganz leicht war, weil ich mit diesen Themen einfach nicht nichts anfangen kann. Habe aber dann äh auch gemerkt, äh auch wenn die Übungen alle mitsamt nicht nicht esoterisch waren. Ähm das ist mir doch sehr geholfen hat.
Und jetzt gibt’s dann so einen anderen Teil in in meinem Leben äh und meine Frau war so die Erste, die diese Veränderung natürlich äh hautnah mitgekriegt hat.
Wo die auf einmal zu mir gesagt hat, du sprichst jetzt anders, du bist äh du du redest ruhiger, dann habe ich die ersten Übungen mit ihr gemacht, weil sie neugierig war, wo sie gesagt hat, ich kenne dich nicht äh so so.
Hast du noch nie mit mir gesprochen. Wie.

[15:34] Vermittle ich jetzt äh deiner Meinung nach Leuten, die mit diesen Themen noch nichts anfangen kann, die vielleicht erst zu Beginn beginnen äh äh
da reinzuspüren und zu merken, da liegt was, vielleicht ein bisschen quer zu dem, wie’s sein sollte, ähm weil wir ja relativ schnell in
Zumindest in meiner meiner Wahrnehmung, in so einer vorurteilbehafteten Ecke irgendwie sind, wenn’s um solche Themen geht.

[15:59] Ähm.
Ich benutze nochmal das Wort Selfcare in dem Bereich Selfcare. Es gibt unterschiedliche Bereiche den Selfcare sich anguckt. Und ein Bereich in Selfcare hat was mit meiner Seele zu tun.
Wir reden auch oft darüber, wir müssen mal Seelenhygiene betreiben. Das ist so ein Begriff, den manche kennen, ne? Meinen sie eigentlich, wir müssen uns mal auskotzen, ne? Also wir müssen unsere Seele mal freikriegen. Ich glaube, dass äh Glaube und Spiritualität,
die ganz eng mit dem Thema Seele zu tun haben, äh einer der wesentlichen Elemente ist für uns Menschen. Warum? Wir haben
über Jahrzehnte lang eigentlich alles dafür getan, um Spiritualität aus unserem Leben zu verbannen
Wenn wir uns mal Urvölker angucken, wenn wir uns mal die Themen angucken, wie wie früher die Menschen vor hunderten von Jahren mit dem Thema Spiritualität.
Weltanschauung. Ähm will nicht Religion sagen, aber ähm äh mit diesen Dingen der Seele umgegangen sind, war es es Teil vom Leben. Das war schon immer beim Menschen so. Der Mensch ist ein spirituelles Wesen.

[17:08] Soll jetzt gar nicht esoterisch klingen, aber das sind wir einfach. Das ist Teile von uns. Das Problem ist, dass die neue Welt, die neue Zeit, hat uns das abtrainiert.
Wir haben den Bezug zu Spiritualität zu wenig und wenn wir an Spiritualität denken, dann denken wir nur noch an die evangelische, katholische Kirche, vielleicht noch an den Islam.
Da wollen wir eigentlich gar nicht dran denken. Also es ist so dieses Jahr, das ist wir sind da auch ganz blöd auch von
äh geprägt worden und ich kann das sagen. Ich komme ja aus einer Pfarrers Pastorenfamilie, also Spiritualität war bei uns ein Riesenthema zu Hause und ist für mich auch nach wie vor ein wichtiger Stellenwert auch in meinem Leben, weil ich bin auf der einen Seite auch so geprägt worden.
Und ähm äh ich sowohl bei meinen Eltern, wie bei meinen auch mein Großvater war schon. Ich habe das immer in dieser Gilde schon unterwegs. Ähm
Äh das heißt, man saugt das auch sehr mit der Muttermilch auf, Spiritualität ist Teil.

[17:57] Von Mensch und wir müssen wieder lernen in Kontakt zu treten
Äh und es gibt unterschiedliche Menschen, die einen machen das über die Esoterik, die anderen machen das über äh
Glaube über Weltanschauung, vielleicht auch über Religion. Ähm
äh die anderen machen das über andere Wege. Äh ich glaube, das ist Teile von uns, die wir wieder lernen müssen, uns wieder auf den Ursprung
zurück zu besinnen, um auch zu merken, wie man aus diesen Themen Energiekraft, Hoffnung äh bekommt und das tut unserer Seele gut.
Wir reden über die Seele muss heilen. Und ich glaube auch grad, dass Menschen, die in einer in einem Erschöpfungszustand sind oder vielleicht sogar in einer Depression sind, äh die die können das auch spüren, wie Seele heilen kann und wie sie neue Energie kriegen dadurch. Ähm.
Wir dürfen es einfach wir müssen einfach lernen, damit man wieder normal umzugehen. Und das ist äh was, das fällt vielen einfach schwer, weil das ist so abstrakt auch für viele.

[18:56] Vor allem es ist nicht nicht greifbar und äh ehrlicherweise, auch wenn ich mich davor schon beschäftigt habe, wenn mir äh in in der Hochphase meiner Depression jemand gesagt hat, ich soll ich ich soll mich jetzt mit ähm.
Meinen spirituellen Anteilen äh irgendwie auseinandersetzen. Äh ich hätte schlicht nicht die Kraft äh und auch nicht die die
das Interesse aufbringen können, mich damit überhaupt zu beschäftigen. Mhm. Das heißt, die die Frage, die die sich für mich immer stellt, wo wo gibt’s denn so gute Einstiegspunkte äh
weil was ich so immer gewartet habe in in der Depression und auch in der in der Therapie war so dieser eine Erleuchtungsmoment.

[19:36] Wo alles dann klar ist äh und äh alle Probleme auf einmal gelöst sind
ob das auch meiner Therapeutin gegenüber natürlich angesprochen hat gesagt das wäre so das was ich mir wünschen würde
ja den Zahn hat sie mir relativ schnell gezogen und natürlich ist es ein Prozess. Nur wie wie würdest du dich äh bewegen,
Ich weiß, es ist sehr individuell, da irgendwie den Einstieg zu finden, weil es haben nicht alle natürlich
deinen Hintergrund. Äh ich komme aus einer Familie, wo Religion relativ wenig Rolle gespielt hat. Mhm. Ähm und auch den Zugang dazu nie hatte. Ich habe das jetzt mit fast 40 lernen müssen.

[20:13] Ähm es gibt äh einen schönen Begriff, der ist geprägt worden von Romano Godini. Romano Godini hat ähm
war ein Mönch. Äh der hat äh ein Buch geschrieben über Lebensphasen. Und er spricht darüber, dass wir Menschen auf einem sogenannten Werdeweg unterwegs sind.
Der sogenannte Werdeweg. Was bedeutet das? Das bedeutet
dieser erhellende Moment äh ähm äh der passiert nicht, ne? Also das wurde eine Therapeutin, die er den Zahn gezogen hat, der wird nicht mehr stattfinden, sondern wir sind auf einem werdenden Weg unterwegs. Äh Anselm Grün hat mal gesagt,
ähm sei der, der du bist und werde zu dem, der du sein kannst. Also da steckt alles in uns, ja. Ähm
Ich glaube, dass wenn Menschen anfangen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, eine der ganz wichtigen Einflugschneisen, um damit zu beginnen.

[21:06] Ist erstmal darüber nachzudenken, wer bin ich eigentlich in meinem Sein, also über sich selbst? Wir reden über Identität, wer bin ich eigentlich?

[21:16] Wer will ich sein? Was macht mich aus? Wer möchte ich sein?
Was ist meine Persönlichkeit? Was sind eigentlich meine Werte, die ich leben möchte? Vielleicht was sind meine Werte, die mich geprägt haben?
Was sind die Tugenden, nach denen ich agieren möchte? Was ist das, was sinnhaft für mich ist? Äh wir reden heute ganz neu über so Dinge wie Purpose, ne.
Sein Sinn spricht vom. Was ist ein Why? Was ist dein warum? Was ist dein wofür?
Das heißt, die Einflugschneise ist aus meiner Sicht ganz stark über das Thema Identität.
Mhm. Wisse, wer du bist. Krieg heraus, wer du bist. Was ist deine Story, wo kommst du her, was was ist das, was dich geprägt hat und was sind die Dinge, die dir in deinem Leben dich zu dem gemacht hat, der du heute bist? So äh das ist allein das.
Ist für viele schon so schwierig und äh
ist gar nicht so einfach, weil es gar nicht innerhalb von 60 Minuten packbar ist, sondern es gibt ganz viele Anknüpfungspunkte, wo ich sage, ja, da da kann man einem Menschen auch über eine längere Zeit ähm vielleicht auch mit einem guten Coach ähm
begleitend reflektierend durch solche Fragestellungen äh sich diesen Themen nähern und dann komme ich auch irgendwann an den Punkt, dass ich mir die Frage stellen muss, was bedeutet denn eigentlich für mich Spiritualität?

[22:32] Mhm. Ich glaube, dass diese Frage gar nicht eine Frage ist, die ich ganz am Anfang stellen kann.

[22:37] Sondern ich glaube, dass diese Frage irgendwann zu einem Moment auftaucht wo ich sage okay.
Was heißt das denn für mich eigentlich? Und das ist auch Teil meiner Historie. Also wie bin ich denn aus spirituell geprägt worden in Gesellschaft, in Umfeld, in Familie, in Systemen, in denen ich war? Bin ich überhaupt geprägt worden? In welchem Bezug habe ich überhaupt dazu?
Spielt das für mich überhaupt eine Relevanz? Könnte es für mich eine Relevanz spielen? Also diese Offenheit zu haben mit diesen Themen, sich diesen Themen zu nähern.
Dann kann auf einem Werdeweg ein Prozess entstehen, der.

[23:13] Ich glaube, das freilegt und freischält, was schon längst in uns steckt und was vielleicht verschüttgegangen ist. Aber das ist ein Identitätsprozess und ähm ich glaube, der Einstieg ist,
Über das Sein und über das Ich an dieses Thema zu kommen, also ein Identitätsprozess, eine Expedition in eigener Sache starten, so will ich’s mal nennen, ne? Also gehen Expedition mit dir und deiner Persönlichkeit und kriege raus, wer du bist und was dich ausmacht und äh wer du sein willst. Ich glaube, das ist aus meiner Sicht einer der
ganz wichtigen Punkt und es ist egal, ob ich in einer Depression stecke. Es ist egal, ob ich einen Burnout habe, einen Erschöpfungszustand, ob ich energielos bin, ob ich
orientierungslos bin, hoffnungslos bin. Es geht bei mir los. Muss bei mir anfangen, nicht im Außen, sondern bei mir. Und das ist der.
Glaube ich, die wichtige Einflugschneise hier zu diesem Thema.
Jetzt hat’s in deinem Leben mehrere prägende Phasen gegeben, aber eine, die die du auch ähm in in deinen YouTube-Videos ähm beschreibst, äh ist dieser Autounfall zweitausendfünfzehn.
Du sprichst auch immer wieder von von deinem zweiten Geburtstag den du da irgendwie erleben durftest. Ähm was ist passiert?

[24:27] 2015 im Auto. Also wir sind ich und meiner Frau sind unterwegs gewesen auf der äh.
Der Autobahn. Wir haben gerade unten in Karlsruhe die A5 gewechselt auf die A8 nach Pforzheim rüber. Wir wollten auf einen Geburtstag von meinem besten Freund, der am nächsten Tag feierte und ähm
Äh der Autobahnzubringer hat auf der wenn man ähm von der Karlsruhe nach Pforzheim auf die A 8 fährt, ist die im Moment vierspurig und geht so einen Berg hoch und genau in dem in der in dem Übergang
Ähm.
Äh fährt man über so eine Brücke und dann geht’s den Berg hoch nach Pforzheim hoch und da ist uns von der wir sind auf der ganz rechten Spur gefahren, von der linken Spur, ist ein Transporter, dem Fahrer das Handy runtergefallen und der hat sich nach dem Handy
gebückt, hat das Lenkrad rumgerissen und ist von der ganz linken Spur einmal diagonal über vier Spuren rüber und
Ich habe noch so ins Seitenspiel geguckt und habe gesagt, der wird doch jetzt bremsen und dann macht’s auf einmal pam!

[25:23] Dann fuhr der uns hinten rein, drückte uns, ich habe damals ähm einen großen Geländewagen gefahren, drückte uns mitm Arsch aufs Brückengeländer seitlich und dann ist das Auto auf der vierten Spur umgekippt und wir haben uns zweimal übers Dach überschlagen.
Ähm wir, meine Frau und ich, und dann lag das Auto auf der Fahrerseite schräg.
Und ich habe so hoch geguckt, habe meine Frau gesehen. Das Erste, was ich gesagt habe, äh wirklich das erste war uns heute noch darüber lustig. Aber das Erste, was ich gesagt habe, war.

[25:54] Wir hätten früher heiraten sollen. War mein erster Satz.
Und das Verrückte war in dem Zeit, man ist es wirklich so, wenn man sich überschlägt. Das läuft ja wie in Zeitlupe ab, also das war so und das Einzigste, woran ich gedacht habe, war.
Meine Kinder. Ich habe meine Kinder gedacht. Ähm.

[26:13] Dann sind wir aus dem Auto gekrabbelt. Ich hatte außer, dass ich einen gebrochenen Finger hatte, hatten wir nix.
Äh werde noch nie mal eine Teilschuld, sondern wirklich der Fahrer hat alles zugegeben und und und. Und wir sind dann abends mitm Taxi nach Hause gefahren und äh
Das war für uns ein ganz einprägendes, einschneidendes Erlebnis, weil.

[26:35] Wir uns hinterher die zwei Wochen danach, wo wir dann mit Prellungen auf der Couch gelegen haben und uns kaum bewegen konnten, fängst du auf einmal an, dir Fragen zu stellen, die dir sonst nicht stellst, so was wie,
Wäre eigentlich gewesen, wenn das hier vorbei gewesen wäre.

[26:49] Hinterlassen. Ist das, was du eigentlich in den letzten Monaten und Jahren dem nachgejagt hast? Ist das eigentlich sinnvoll, was du hier machst?

[26:59] Mhm. Auf was für ein Langzeitkonto zahlt halt eigentlich ein, was du hier tust? Also du fängst auf einmal an, existenziell elementare Fragen zu stellen.
Und das war für uns äh wirklich ein Punkt. Ich habe übrigens da nach diesem Unfall entschieden, mit meiner Firma wieder kleiner zu werden.

[27:16] Ich habe damals 30 Mitarbeiter gehabt und wir waren grad so auf der Grenze, dass wir entscheiden mussten, kleiner oder den Sprung auf fünfzig Leute,
Und ähm dieser Unfall hat mich ganz, ganz stark ins Nachdenken gebracht, wo sich auch viel bei mir im Kopf und im Herz verändert hat, wo ich gesagt habe, nee und habe da eine sehr radikale Entscheidung getroffen. Gesagt, ich werde wieder kleiner.
Das als richtigen Weg für mich erkannt habe äh und viele andere Sachen mehr, aber ähm das war diese Situation, ja, die war sehr, es war ein sehr.
Prägendes Erlebnis, weil das hätte ganz anders ablaufen können.

[27:51] Du schilderst das auch in in deinen Videos recht recht eindrücklich. Ähm wie wie hilft dir
diese Erkenntnis, die du da äh vor sieben Jahren äh irgendwie gewonnen hast, heute irgendwie wem Ausgleich und in der Balance zu bleiben. Kommt das wieder zurück? Äh oder hat sich ein Denken generell verändert zu dem Zeitpunkt? Ähm
Ja wie wie gehst du um damit? Äh das Erste, was ich gemacht habe, ist, dass ich angefangen habe
mindestens einmal im Jahr meine Löffelliste zu schreiben.

[28:24] Löffelliste? Das wäre jetzt die Frage gewesen, die gleich kommt. Äh die Löffelliste ist die Liste von den Dingen, die man noch machen will, bevor man den Löffel abgibt.

[28:34] Alles klar. So und dann fängst du nämlich an und das habe ich gemacht mit meiner Frau zusammen. Wir haben uns hingesetzt und haben angefangen regelmäßig unsere Löffelisten abzuchecken.
Zu schreiben, aufzuschreiben. Und er sagt, okay, was wenn was was werden wir nicht mehr auf die lange Bank schieben. Das werden wir sofort, das werden wir nicht mehr tun.
Ähm das war so ein Impuls, der da geblieben ist. Der zweite Impuls, so ein Erlebnis erdet dich ziemlich.
Mhm. Du bist nach so einem Erleben.
Ein anderer, weil du angefangen hast und dann fangen sich auch an Werte zu verschieben. Du fängst an, andere Prioritäten zu setzen und das verändert dich.
Das Verrückte ist, du musst dir auch manchmal sehr bewusst diese Ereignisse auch wieder ins Gedächtnis rufen, weil in unserem Alltag wir oftmals auch dahin kommen, dass wir in dieser alten Routinen verfallen.

[29:22] In alten Verhaltensmuster. Dieses äh Erlebnis und deswegen feiern wir auch unseren, wir nennen es zweiten Geburtstag. Ähm,
sehr, sehr bewusst, weil es uns wieder in Erinnerung bringt, das hätte anders ablaufen können.
Was wollen wir verändern? Worauf wollen wir hingucken? Also es gibt uns auch immer wieder so diese Points zu sagen, okay, bitte mal wieder reflektieren. Bactor Reality. Was ist wirklich wichtig? Was ist das Wesentliche hier und und und ähm.

[29:51] Und so benutzen wir dieses Ereignis heute jetzt nach den ganzen Jahren, dass es uns hilft, an den unterschiedlichsten Stellen wie neue Rituale zu installieren und sich auch immer wieder dem bewusst zu werden, ähm,
Was ist da gewesen und was ist das Resultat daraus gewesen und was heißt das heute für uns? Und ob ich vielleicht in den letzten Monaten das wieder nicht so aufm Radar gehabt habe, wie sollte ich das wieder aufn Schirm kriegen? Also du fängst dann wieder an, dich wieder neu zu justieren, will ich’s mal nennen. Ähm.
Äh das mache ich heute sehr, sehr bewusst. Ähm.

[30:23] Gibt’s ich möchte nicht zu sehr äh jetzt nur in in Lebenskrisen äh bleiben, sondern äh ich habe’s ja auch ganz am Beginn gesagt, dass du mich ganz ganz wesentlich äh
beeinflusst hast oder mir mir mit einer Methode recht weitergeholfen hast
die eigentlich aus deinem Personal Branding Canvas kommt, äh wo man eben die die negativen Erfahrungen sammelt äh und und Muster ableitet. Du kannst es gleich noch im Detail ein bisschen besser ausführen wie ich.
Ähm aber genau dieses, was ist das Resultat aus genau solchen Dingen, die da passiert sind, hat mir tatsächlich auch
endlich Klarheit über genau dieses gegeben, von dem wir vorher gesprochen haben, weil ich tatsächlich aus Mustern der Vergangenheit plötzlich glasklar hatte, was sind denn jetzt eigentlich die Werte und die Dinge, die ich da haben möchte?
Und ähm
das ist auch das Schöne, weil wir’s im Gespräch jetzt immer wieder hatten, äh einfach, was lerne ich auch draus und wie ziehe ich mir das Positive daraus äh und äh
diese Methode, äh ich halte sie für.

[31:29] Großartig, ich kannte sie vorher nicht äh und habe mir nicht nur im Bezug auf mein Geschäft weitergeholfen, sondern tatsächlich auch in der in der in der eigenen Persönlichkeit.
Mhm. Du meinst wahrscheinlich die Übung der Lebenslinie, ne? Genau. Ähm die Lebenslinie ist eigentlich ein Coachinginstrument, ähm was ich vor vielen Jahren gelernt habe in in meiner Business-Coach-Ausbildung, die ich gemacht habe.
Es ist eigentlich ein sehr, sehr mächtiges Instrument, weil du kannst äh mit dieser Lebenslinie ähm.
Kannst du sehr viel aufdecken und Muster erkennen und das ist glaube ich das ganz Spannende, dass wir mal reflektierend zurück gucken der, der wir heute sind, die Menschen, die wir heute sind.
Das sind Ereignisse aus der Vergangenheit und bestimmte Erlebnisse, die uns zu diesem Menschen gemacht haben. Das Spannende ist, dass wir in diesen Ereignissen.

[32:19] Verhaltensmuster erkennen und ich natürlich mit dieser Lebenslinie Erkenntnisse kriege, wo ich sage, wie kann ich denn prophylaktisch für die Zukunft?
Bestimmte Dinge einfach ändern, damit mir das nicht wieder passiert. Und ähm deswegen ist diese Übung auch so.
So tief, wenn man sich da ganz intensiv mit beschäftigt. Ähm.

[32:41] Es gibt überhaupt nicht um diese Frage und das ist das, was ich manchmal so in der Psychologie äh und in der Therapie nicht ganz so äh spannend finde ist, äh die beschäftigt sich oftmals sehr stark mit dem Ding, wo Dinge herkommen.

[32:54] Äh was für mich viel, viel interessanter ist, ist die Frage, na ja, wenn ich weiß, wo etwas herkommt, hilft mir das überhaupt erst mal gar nicht weiter. Dann habe ich diese Information oder was mache ich damit,
gar nix. So, dann weiß ich, wo’s herkommt und dann er ist nicht anders. Was viel spannender ist, ist zu sagen, ja, es war da.

[33:11] Es ist okay, dass es da war, aber das ist eher so dieser versöhnliche Teil auch mit Situationen und zu sagen, was lerne ich daraus für die Zukunft,
Das werde ich in Zukunft anders machen. Was sind ist die Lernkurve?
Die mir das zeigt, was ich in bestimmten Situationen oder bei bestimmten Ereignissen in Zukunft anders steuere. Wir reden über Handlungsfähigkeit. Mhm. Und zwar durch.
Dass sich ein mehrwissender bin.
Das funktioniert natürlich nur über eine gute Reflexion, weil das geht nicht nur über Intuition, sondern mir muss einfach auch klar sein, warum sind Dinge so passiert oder warum habe ich auch vielleicht Dinge so entschieden, wie ich sie entschieden habe, die mich vielleicht auch in eine Sackgasse gefahren haben, damit sie mir nicht nochmal passieren
Also und das ist äh das ist, glaube ich, äh so ein ganz wichtiger Punkt da sind wir wieder bei dem Wort Werdeweg. Der Werdeweg heißt es gibt Lernkurven.

[34:02] Die spannende Frage ist, ist es wirklich eine Lernkurve oder bleibt’s eine flache Grade? Wenn’s eine flache Grade bleibt, dann fällt mir der Scheiß immer wieder auf die Füße.
Wenn es aber eine Lernkurve ist, dann ziehe ich aus diesen unterschiedlichen Dingen Informationen und Erkenntnisse, die ich einsetze, um Musterunterbrechungen zu machen, ne, so würde der Coach darüber reden. Vielleicht sein Musterunterbrechung. Und Musterunterbrechung, das ist.
Dessen Trampelpfade im Kopf, die muss ich erlernen, die muss ich regelmäßig gehen, die muss ich umtrainieren, das ist auch gar nicht so trivial, aber es schafft mir die Möglichkeit, neue Realitäten zu schaffen, meine eigenen Lebensstory.
Und ich frage immer, wie möchtest du deine Erfolgsstory im Leben.

[34:47] Wie möchtest du die weiterschreiben? Wie soll die weitergehen? Ähm du sitzt aufm Regisse Regiestuhl deiner Story und ähm der Punkt ist, wir wir haben hier einen Riesenvorteil, dass wir in unserem Leben.

[35:00] Sowohl Autoren.
Regisseure und Akteure zugleich sein können und äh ich verbinde das immer mit so diesem der Lebensbühne. Was ist eigentlich deine Story, die auf dieser Lebensbühne ablaufen soll und du bist Autor?
Du bist Regisseur und du bist Akteur und das ist das Privileg, was wir Menschen haben. Das Dumme ist.
Das wir ganz oft auf unserem Regiestuhl Schweinebacken sitzen haben, die wir dort nicht runterschubsen und die dort immer bleiben und auf einmal wundern wir uns als Autoren, dass unsere Lebensbühne auf dieser Story ganz anders abläuft als wie wir uns das eigentlich vorgestellt haben und das hat was mit
dieser Thematik zu tun, mit Reflexion, wissen wer ich bin, was hat mich geprägt aus der Vergangenheit, welche Erkenntnisse habe ich, was sind meine Lernkurven und was bedeutet das für mich für die Zukunft? Und dann fange ich an
handlungsfähig zu sein und Zukunft neu zu gestalten, also meine Lebensstory, auch neu zu gestalten und zu schreiben.
Ein ein Satz, der der der mich in meiner Coachingausbildung recht geprägt hat, war äh wir müssen aufhören auf eine bessere Vergangenheit zu hoffen.
Jetzt waren wir doch alle auch mal jung, weil wir beide sind ja altersmäßig nicht so weit auseinander. Was würdest du dem 18-jährigen Ben auf den Weg geben?

[36:27] Ähm ich würde dem 18-jährigen Ben auf den Weg geben, dass ähm äh Lebensweisheit.
Äh und Lebenserkenntnis äh nur durchs Erleben kommt.
Äh und wir die Dinge ausprobieren müssen und ähm ich glaube äh dass es gut ist, die Dinge.
Zu durchleben und auch manchmal auch durch Drucksituationen durchlaufen zu müssen, weil das Leben ist nicht nur alles happy clappy und äh Kaschmir.

[36:58] Wir lernen auch nur durch Talfahrten und Talfahrten sind in Ordnung, weil sie.
Prägen unsere Lebenserfahrung und Lebenserfahrung zu sammeln bedeutet, dass ich Dinge durchleben muss und ähm.

[37:12] Dieser Wunsch ich sage meinem meinem 18-jährigen Ich wäre
Kriege noch mehr heraus, wer du bist und fange an, deine Identität noch viel stärker zu entwickeln, dich weiterzuentwickeln
äh und sie auszuleben und das meine ich nicht mit Egoismus, sondern das meine ich mit Identität auszuleben im Sinne von wisse, wer du bist
treffe die Entscheidung, die artgerecht für dich sind. Ähm dafür muss ich mich aber sehr gut kennen und ähm.
Wäre der Wunsch, weil ich glaube, nur so werden wir reife und weise Persönlichkeiten.

[37:49] Was für ein schönes Schlusswort. Bei den vielen vielen herzlichen Dank, dass du äh zu Gast warst. Äh natürlich Links äh zu dir, deiner Person zum öfter von mir erwähnten YouTube-Channel, natürlich alles in den Show-Notes. Freue mich, wenn ich dich bald wiedersehe
Sehr gerne, danke.

daniel friesenecker

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